SCPP Rhönrad
Sportclub Pöcking-Possenhofen e.V.

Rhönrad | Was ist Rhönrad

Geschichte:

Das Rhönrad wurde 1921 von Otto Feick in Schönau a. d. Brend erfunden. Er erinnerte sich an seine Kindheit, als er aus der großväterlichen Schmiede zwei Fassreifen durch Querstäbe verbinden ließ und mit diesem Doppelrad einen Abhang hinunterrollte. Aus diesem Kinderspielzeug entwickelte er ein Turn- und Sportgerät, welches er im Jahre 1925 zum Patent anmeldete. Neben Deutschland gibt es das Rhönrad auch in Japan, USA, Israel, England, Frankreich, Norwegen, Schweden, Niederlanden, Schweiz und Österreich.

 

Das Rhönrad besteht aus zwei gleich großen, kunststoffummantelten Stahlreifen, die durch sechs Sprossen im genau festgelegten Abstand miteinander verbunden sind. Für viele Übungen benötigt man Bindungen, um sich abzusichern. Diese bestehen aus einem ca. 60cm langen, 3cm breiten und ca. 0,4cm dicken Lederriemen. Sie sind an den Fußauflageflächen gepolstert und durch Schnallen auf die Fußdicke einstellbar.

 

Zwischen folgenden Disziplinen kann im Rhönrad unterschieden werden.

 

1. Geradeturnen:

Das Rhönrad bewegt sich rollend auf beiden Reifen. Der Turner befindet sich dabei im Rad und bestimmt durch Körperverlagerung die Bewegungsrichtung. Beim Geradeturnen unterscheidet man zwischen zentralen und dezentralen Übungen.
Bei den zentralen Elementen befindet sich der Turner überwiegend im Radmittelpunkt, während er sich bei den dezentralen Elementen überwiegend außerhalb des Radzentrums befindet, wodurch eine besondere Schwungwirkung erzielt wird.

 

2. Spiraleturnen:

Beim Spiraleturnen bewegt sich das Rhönrad kreisförmig auf einem Reifen. Durch entsprechende Körperverlagerung hält der Turner das Rad auf der Kreisbahn. Man unterscheidet zwischen der ?Großen Spirale?, bei der der Neigungswinkel des Rades über 60° liegen muss und der ?Kleinen Spirale?, bei der der Neigungswinkel des Rades unter 30° liegen muss.

 

3. Sprung:

Beim Sprung setzt der Turner das Rad von außen in Bewegung. Nach einem schnellen Anlauf und dynamischen Absprung gelangt der Turner auf das Rhönrad und erreicht durch kräftigen Abdruck bzw. Absprung eine Flugphase, um am Ende sicher auf der Matte zu landen.